Team Egger vs EHC Wiki-MĂŒnsingen
[#20] Am Sonntagmorgen stand mit dem Spiel gegen die Wiki-Senioren ein lang ersehnter Höhepunkt auf dem Programm. Frostige Temperaturen und Nebel malten beim Stadioneinmarsch eine dramatische Krimi-Kulisse und liessen richtige Winter-Classic Stimmung aufkommen.
Dennoch hielt sich der Zuschauerandrang in Grenzen. Abgesehen vom Eismeister war sonst niemand da. Schade eigentlich, denn beide Teams hielten nicht zurĂŒck und liessen viel gealtertes Talent und grosse Namen auflaufen. Phasenweise schimmerten die goldenen 90-er Jahre nicht nur wegen PĂ€dus Dance-Mission-Mix in der Garderobe durch, sondern auch wegen lĂ€ngst erblassten RivalitĂ€t, welche vor Jahrzehnten die Duelle auf der Hofmatt mit Wiki prĂ€gten.
In gewohnter Manier liess es sich Coach Pesche vor dem Spiel nicht nehmen, Thömus Game-Plan mit seinen eigenen taktischen Akzenten prĂ€gnant zu ergĂ€nzen und seine Jungs heiss fĂŒrs Spiel zu machen. Entsprechend ging es auf dem Eis dann schnell und ohne langes gegenseitiges Beschnuppern zur Sache. Das Tempo und die IntensitĂ€t war auf beiden Seiten hoch, aber das Team Egger hatte zunĂ€chst die Nase vorn. Peter eröffnete das Score und PĂ€scu doppelte mit dem 2:0 nach. Wiki gelang der Anschlusstreffer, aber Peter erhöhte den Vorsprung gleich wieder auf 3:1, ehe Ăndu vor der Pause explodierte und das Resultat mit einer Doublette zu einem 5:2 schoss. Alles schien auf Kurs fĂŒr einen ruhmreichen Sonntagmorgen.
Wiki gab aber nicht klein bei und schaltete einen Gang hoch. Allzu oft gelang Wiki nach soliden ersten Paraden von Lexu vor dem Tor zu NachschĂŒssen und nutzte Fehler in der Egger-Defensive effizient aus. Nach einer Weile und einem sechsten Egger-Treffer von PĂ€scu stand auf einmal 6:6. Das Spiel blieb noch eine Weile offen. Wie in jedem richtigen Derby blieb das Spiel nicht frei von Emotionen. Von Altersmilde war wenig zu spĂŒren und die Strafbank wurde fĂŒr SeniorenverhĂ€ltnisse rege benutzt. Der Unparteiische aber fuhr solide seine Linie und liess sich nicht aus dem Konzept bringen. Am Ende brachen die Egger-Boys jedoch ein und bis zum Endresultat von 6:10 zappelte es in den letzten Minuten zu oft im falschen Netz.
Fazit: Am Ende eines schnellen, intensiven und guten Spiels fiel das Resultat fĂŒr das Team Egger enttĂ€uschend klar aus. Gleichzeitig legte Wiki offen, wo gegen einen starken und effizient agierenden Gegner die Schwachpunkte liegen. Die Vorfreude auf die nĂ€chste hochstehende Direktbegegnung mit hoffentlich besserem Ausgang ist gross.





